Gedanken zum Friedenslichtlauf und Thema der Friedenlichtaktion 2020:
„Frieden überwindet Grenzen“.

Wirklich schade, dass 2020 der Friedenslichtlauf nicht stattfinden kann. Es waren in den letzten Jahren bewegende Minuten als das Friedenslicht von den Läufern des TV Trennfurt am 3. Adventssonntag in die Kirche getragen wurde. Schon der Empfang des Friedenslichtes in Mainaschaff, das Mitfiebern für die Läufer beim Unterwegssein und letztlich die feierliche Aussendungsfeier in der Maria Magdalena bleiben mir unvergesslich. Viele Kontakte und bereichernde Begegnungen sind durch diese gemeinsame Aktion möglich geworden.

Und diesmal ist es anders! Vieles ist derzeit nicht möglich. Doch Gedanken, Worte und die Sehnsucht nach innerem Frieden und einem friedlichen Miteinander sind möglich und notwendig.

Angesichts der vielen Einschränkungen und Beschränkungen spüre ich, wie wichtig es ist, den inneren Frieden zu bewahren. Ich merke wie die Beschränkungen jeden in seiner eigenen Lebenssituation ganz unterschiedlich herausfordern und erlebe wie manch einer an seine Grenzen kommt:  finanzielle oder emotionale Grenzen sind nur einige davon.
Was hilft?
Sich Zeiten der Ruhe gönnen, in die Natur gehen, sportliche Aktivitäten vor dem Bildschirm, schöne Erinnerungen (per Video) aufleben lassen, Telefongespräche mit lieben Mitmenschen führen, sich ein gutes Essen gönnen,  beim Gebet oder einem  Besuch in der Kirche, in der das Friedenslicht 2020 ab 14. Dezember steht,  neue Kraft finden.

Bei allen Überlegungen vertraue ich Menschen, dass sie eigene kreative Wege entdecken, ihren inneren Frieden zu finden. Manchmal müssen dabei aber eigene Grenzen überwunden werden.

Das braucht Mut, Stärke und Bereitschaft, Einschränkungen anzunehmen. Gleichzeitig braucht es Zielstrebigkeit und die Bereitschaft offen für andere zu sein. Und es braucht Menschen, voller Optimismus, die Zuversicht verbreiten.

All das sind Kennzeichen friedlichen Zusammenlebens. Wer sich dafür einsetzt, hält gleichzeitig den Wunsch nach Frieden lebendig und arbeitet aktiv an der Überwindung jeglicher Grenzen.

Nur gemeinsam können Grenzen überwunden werden. Dazu sind „alle Menschen guten Willens“ aufrufen.

Lasst uns die derzeitigen Herausforderungen annehmen.

Lasst uns Ruhe bewahren und die Kraft der Stille entdecken

Lasst uns gelassen reagieren – trotz zunehmender innerer oder äußerer Aggressivität.

Lasst uns hoffnungsvoll bleiben trotz bitterer Umstände.

Ich weiß, es ist anstrengend, die Hoffnung wach zu halten.

Es ist anstrengend Grenzen zu überwinden, den ersten Schritt zum Frieden zu wagen und das Vertrauen in die anderen wach zu halten.

Doch der Hoffnung, der Liebe, der Sehnsucht nach Frieden will ich in meinem Leben Raum geben

Gemeindereferentin Gabriele Spahn-Sauer